Wie mich das erste Arbeiten nach der Elternzeit ausfüllt!

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Es ist sechs Uhr morgens und der Wecker klingelt mich aus dem Tiefschlaf. Nur noch zehn Minuten schließe ich die Augen bis der Wecker erneut Töne von sich gibt. Es ist dunkel draußen und eigentlich mag ich gar nicht aus meinem kuscheligen Bett heraus. Der erste Arbeitstag nach zwei Jahren Elternzeit steht an. Ein mulmiges Gefühl tut sich breit, denn so wirklich weiß ich nicht was mich in der neuen Praxis erwartet. Hoffentlich nette Kollegen und ein entspanntes Arbeitsklima. Ich muß mir eingestehen das ich die perfekte Arbeitsstelle für mich noch nicht gefunden habe. Nach dem Wegzug aus Berlin soll aber alles anders werden, so waren meine Wünsche gewesen. Aber es hilft ja alles nichts, ich muß nun Aufstehen. Also raus aus dem Bett und ab ins Bad. Danach mache ich die Trinkflasche für mein Kind fertig und wecke es sanft. Schlaftrunken guckt mich mein Kind an und weiß gar nicht so wirklich warum ich es wecke. Nach dem Anziehen geht es geschwind zur Kita. Ich sagte ihm das mein erster Arbeitstag bis fünfzehn Uhr gehen wird und ich ihn somit erst dann aus der Kita abholen kann. Ein dicker Kuss und los geht´s zur neuen Arbeitsstelle.

Eine Woche später kann ich ein kleines Resümee aus meiner neuen Situation ziehen. Alleinerziehend ist es anstrengend alles unter einem Hut zu bringen. Das Kind in die Kita bringen, zur Arbeit fahren, seine Arbeit verrichten und dann das Kind wieder aus der Kita abholen. Da ich unterschiedliche Arbeitszeiten habe, sind die Abholzeiten auch unterschiedlich. Ich habe mich bewußt für eine Teilzeitstelle entschieden. Zweiunddreißig Stunden erfüllt die Woche nun mein Arbeitsleben und ich muß sagen: Es reicht mir alle male. Einmal die Woche muß ich sogar etwas länger arbeiten, so das der Opa das Kind aus der Kita abholen muß. Aber auch das klappt völlig unproblematisch. Ehrlich gesagt hätte ich es so nicht gedacht. Wir haben uns nach der Woche ganz gut eingespielt auch wenn ich traurig bin, das wir wenig Zeit miteinander verbringen können. Der Einstieg in die neue Arbeit verlief unkompliziert und mein berufliches Wissen war sofort wieder da. Als ob ich nichts anderes gemacht habe. Es ist erstaunlich das man nach über zwei Jahren Abstinenz noch viele Dinge weiß. Auch das habe ich mir schwieriger vorgestellt.

Was mich etwas traurig macht ist die wenige Zeit die übrig bleibt. Zum Teil widme ich meine freie Zeit meinem Kind , so das der Blog etwas auf die Strecke bleibt. Es macht mich traurig das es so ist, aber ändern kann ich leider zur Zeit gar nichts. Das Geld will ja auch irgendwie verdient werden. Für einige Kampagnen habe ich mich beworben bzw. wurde ich von Firmen angeschrieben. Ich freue mich sehr auf die bevorstehenden Kampagnen und überlege die ganze Zeit wie ich alles unter einem Hut bekomme. Denn mein Blog ist mein Leben und so schnell werde ich diesen nicht brach legen. Es bedarf viel an Disziplin sich aufzuraffen und am Blog zu arbeiten. Aber auch das wird mit der Zeit mir bestimmt leichter werden. Immerhin ist es eine enorme Umstellung sich wieder ins Arbeitsleben hineinzufinden. Auf alle Fälle kann ich sagen das es mir doch leichter fällt als zuerst erwartet.

Wie war das bei Euch nach der Elternzeit?

Noch mehr zum schmökern!

By Be-my-life

Beate * 34 * Berlin * Powerfrau * Herzensmensch *Fotografie Leidenschaft * Mama eines bezaubernden Sohnes * liebt Überraschungen * nach Deko verrückt

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4 comments

  • Angelika

    12. Januar 2018 at 21:03

    Es ist wieder ein schöner Bericht, auch wenn viele Dinge zum Alltag gehören. Mit der Zeit wird ein regelmäßiger Rhythmus eingespielt sein und der Kleine freut sich auf die Freunde in der Kita und Du auf die Arbeit.
    Zu meiner Zeit gab es nur 3 Monate nach der Entbindung und ich musste die Kinder schon mit 3 Monaten in die Krippe bringen und ich zur Arbeit gehen.
    Es hat nach kurzer Zeit alles bestens geklappt und es gehörte somit zu unserem Leben dazu. Oft waren beide Kids die ersten morgens und manchmal such die letzten abends.
    Auch wenn ich verheiratet bin, habe ich fast alles alleine geschafft, denn mein Mann war im unregelmäßigen Schichtdienst tätig und ich musste handeln wie alleinerziehende Mütter. Und es hat super geklappt.
    Auch ihr schafft das

    1. Be-my-life

      15. Januar 2018 at 20:36

      Damals war auch alles anders als heute. Das kann man damit nicht vergleichen 😉

  • Kristina Dinges

    12. Januar 2018 at 21:08

    Was für ein toller Beitrag. Ich fand es richtig interessant zu lesen. Ich befinde mich zur Zeit noch im ersten Elternzeitjahr. Momentan kann ich mir überhaupt nicht mehr vorstellen arbeiten zu gehen 🙂

    Liebe Grüße Kristina von KDsecret

    PS: Momentan gibt es bei mir ein kleines Gewinnspiel

    1. Be-my-life

      15. Januar 2018 at 20:36

      So erging es mir auch. Danke dir

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