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Unheilbar! Wenn das eigene Kind erkrankt

Es ist kalt draußen und ein Blick aus dem Fenster lässt meine Gedanken schweifen. In den Händen eine Tasse Tee und meine Gedanken lassen mich die vergangenen Wochen Revue passieren. Es war eine längere Auszeit aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes. Noch immer habe ich mit meinen Gedanken und Gefühlen zu kämpfen. Eine Aufregende Zeit hatten wir hinter uns gebracht und es sind viele Tränen vergossen worden. Tränen der Angst und der Erleichterung.

Es kam überraschend und wie ein Knall. Nie hätte ich gedacht das es so schnell auch uns treffen kann. Ich habe mir vorher nichts dabei gedacht und war bei zwei Kinderärzten, weil mir die Symptome doch spanisch vorkamen. Von beiden Kinderärzten wurde es abgewunken, ich mache mir zu viele Sorgen. Damit habe ich mich Tage vorher getröstet und mein Kind weiterhin gepflegt wo ich nur konnte. Ein paar Tage später das nächste Symptom. Ganz ohne Vorwarnung und eigentlich per Zufall entdeckt. Da es auf ein Samstag fiel, hatte ich überlegt, ob ich bis Montag warten solle. Aber mein Mamaherz drängte mich dies vorher abzuklären.

Ab in die Notaufnahme um es checken zu lassen. Ich bin kein Freund von Notaufnahmen. Denn wer geht schon gerne in die Notaufnahme? Wir wissen alle das es meist voll ist und die Wartezeiten hier auch nicht angenehm erscheinen lässt. Besonders als Mutter ist man beim ersten Kind sehr verunsichert. Übertreibt man mit den Sorgen? Spielt einem das Gehirn, wegen den Sorgen ein Streich? Ist es doch nicht so akut wie man denkt? Meine medizinischen Vorkenntnisse aus meinem aktuellen Beruf sprechen doch andere Bände. Das bestätigte mir dann auch die diensthabende Kinderärztin. Irgendwie versucht man das doch herunterzuspielen. Innerlich war ich geschockt… War dem weinen nah und betete das der Kleine keinen Folgeschaden dadurch erlitt. Irgendwie fragt man sich doch immer: „Warum wir?“. Es nützte nun alles nichts, wir mussten da nun tapfer durch. Ich als Mama stand dem Kleinen somit die ganze Zeit bei.

Ein Op Termin stand an. Es ist schrecklich sein Kind bei der Op alleine zu lassen. Ich musste Sachen von zuhause holen, da der Krankenhausaufenthalt doch länger sein würde, wie mir die Ärzte prophezeiten. Man sah seinem Kind beim einschlafen zu und der Anblick war schrecklich. Hier und da zuckten die Muskeln und ein leichtes seufzen und schnaufen entrann aus dem Mund seines Kindes. Dann wirkte die Narkose. Auf dem Weg nachhause rollten die Tränen und das Gefühl, das ich mein Kind alleine im Op lassen musste ist einfach schrecklich. Man malt sich die schlimmsten Dinge aus und ich kann nicht so wirklich abschalten. Wie auch, wenn das eigene Kind im Op liegt. Der rettende Anruf erreichte mich später auf mein Handy das der Kleine alles gut überstanden hat.

Nun lagen wir auf der Kinderstation und innerlich fluchte ich. Was soll man bloss die ganze Zeit anstellen mit dem Kind was noch nicht laufen kann? Ich bin meinem Kind nicht von der Seite gewichen und wir mussten es uns irgendwie erträglich gestalten. Hier und da wurde im Krankenhaus eine Veranstaltung für Kinder angeboten, die wir zum Teil auch gerne annahmen.

Buchvorlesung!

Ein besonderes Highlight war die Buchvorlesung „Pippa Pepperkorn“ von den Geschwistern Kling. Gespannt haben wir eine Stunde zugehört und dabei Kekse verdrückt. Nach der Buchvorlesung gab es ein paar Autogramme und Bücher zum mitnehmen. Ein kleiner Trost für uns, was wir sehr zu schätzen wissen.

Viele Bettnachbarn haben gewechselt und so knüpften wir den ein oder anderen Kontakt. Erstaunlich was die kleinen Mäuse schon alles erleben müssen. Bis zu einer Mama die urplötzlich eine erschreckende Diagnose bekam: Unheilbar!!! So schnell kann es gehen! So schnell kann das Schicksal zuschlagen. Wie geht man mit so einer Diagnose um? Ich wüsste ehrlich gesagt nicht wie. In der Haut der Mama möchte man nicht wirklich stecken.

Gedankenkarussell

Und ich denke mir: „Gott sei Dank, hat Dein Kind eine Diagnose die zwar langwierig ist im ausheilen, aber dafür komplett geheilt werden kann“. Ich dankte Gott beim Zubettgehen nochmals, das er auf meinen Kleinen aufpasst. Das er später von dem hoffentlich nichts mehr zurückbleiben lässt. Voller Erleichterung schloss ich die Augen und habe ein Herz voller Liebe das er da ist und mein Leben bereichert. Täglich nehme ich ihn fest in den Arm und sage meinem Kind wie lieb ich es habe. Das ich immer auf ihn aufpassen werde. In schlechten, wie in guten Zeiten. Mein Blick richtete sich auf mein Kind und ein Lächeln entrann meinen Lippen. „Danke das Du da bist“. Die Sichtweise hat sich somit in einigen Dingen geändert.

Genießt das Leben, solange es nur geht!

By Be-my-life

Beate * 34 * Berlin * Powerfrau * Herzensmensch *Fotografie Leidenschaft * Mama eines bezaubernden Sohnes * liebt Überraschungen * nach Deko verrückt

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24 comments

  • Sonja

    8. Februar 2017 at 11:52

    Ich habe vier erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder, und ich weis genau wovon du sprichst. Die Freude und die Sorgen die man mit seinen Kindern hat wechseln sich oft ab und werden uns ein Leben lang begleiten. Egal wie klein oder groß unsere Kinder sind. Ich wünsche euch alles erdenklich Gute.

    1. be-my-life

      10. Februar 2017 at 16:41

      Vielen Lieben Dank Sonja 🙂

  • ossilinchen

    8. Februar 2017 at 12:30

    Oh man, ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es dir die letzten Monate ging. Irgendwie bricht es mir das Herz, das zu lesen! Umso mehr freue ich mich, dass sich der kleine wieder komplett erholen wird. Ich drücke euch beiden die Daumen und freue mich, euch bald kennenlerneb zu dürfen! Haltet durch und wenn ich über die Ferne helfen kann oder du mal reden magst, melde dich gern 😙😙😙

    1. be-my-life

      10. Februar 2017 at 16:41

      Wir freuen uns auch dich bald kennenlernen zu dürfen

  • couponingdealsblog

    8. Februar 2017 at 15:21

    Vor einigen Jahren waren wir mit einem schlimmen Verdacht bei unserer Tochter konfrontriert, der sich glücklicherweise nicht bestätigt hat. Die Genesung meiner Tochter hat lange gedauert, aber mittlerweile hat sie sich vollstänsig erholt. Ich weiß bis heute nicht, wie ich damit umgegangen wäre, wenn es anders ausgegangen wäre. Ich wünsche Deinem Sohn, dass er sich gut erholt.

    1. be-my-life

      10. Februar 2017 at 16:41

      Alleine schon der Verdacht ist schlimm. Alles Gute für Euch

  • Madlen

    8. Februar 2017 at 16:20

    Liebe Bea, schön das es dem Kleinen wieder besser geht und ihr endlich nach Hause durftet. Ich freue mich wieder auf neue Beiträge von dir und wünsche deinem Kleinen alles Gute. Liebe Grüße, Madlen

    1. be-my-life

      10. Februar 2017 at 16:42

      Vielen Lieben Dank Madlen

  • Jessica

    8. Februar 2017 at 16:46

    Liebe Bea,

    Auch wenn es zwischen uns einige Diskrepanzen gab, möchte ich Dir heute schreiben! Ich wünsche Deinem Kleinen eine gute und schnelle Genesung und Dir viel Kraft die letzten Wochen zu verarbeiten.

    Alles Liebe
    Jessica

    1. be-my-life

      10. Februar 2017 at 16:42

      Vielen Lieben Dank Jessica

      1. Jessica

        10. Februar 2017 at 18:27

        Sehr gern. Ich hoffe du weißt, wer ich bin…

        1. be-my-life

          10. Februar 2017 at 19:21

          ich grübel die ganze Zeit. Aber so wirklich sicher bin ich mir nicht.

          1. Jessica

            14. Februar 2017 at 2:00

            Naja vielleicht hilft dir das wort „frosch“ etwas auf die sprünge

          2. be-my-life

            14. Februar 2017 at 19:11

            ach jetzt macht es klick. Danke

  • eicke1978

    8. Februar 2017 at 17:28

    Liebe Bea,

    es ist schön, dass der kleine Mann wieder auf dem Wege der Besserung ist und dass Ihr wieder zurück in Eure eigenen vier Wände konntet. Ich drücke Euch weiterhin die Daumen und wünsche Euch alles, alles Gute.

    LG,
    Danny

    1. be-my-life

      10. Februar 2017 at 16:44

      Vielen Lieben Dank Danny

  • shadownlight

    8. Februar 2017 at 18:42

    Ein schreckliches Erlebnis aber ich bin sehr froh, dass Alles gut werden wird. Bleib stark!
    Liebe Grüße!

    1. be-my-life

      10. Februar 2017 at 16:44

      Stark bleibe ich. Danke 🙂

  • Katrin Herrmann

    8. Februar 2017 at 21:35

    Auch von mir gute Besserung, schön zu lesen das es den kleinen wieder besser geht. Alles Liebe für euch.
    Lg katrin

    1. be-my-life

      10. Februar 2017 at 16:44

      Herzlichen Dank Katrin

  • Biene.daniel@gmx.net

    8. Februar 2017 at 21:39

    Ich freue mich sehr für euch, dass ihr das alles gut überstanden hat. Wenn ich deinen Bericht lese, kommen mir die Tränen, denn du musst den Ärzten vertrauen und bist immer am Hoffen. Ich hatte auch eine OP mit Max hinter mir und es war schrecklich. Gott sei dank ist alles gut verlaufen. Ich wünsche euch das euch.
    Lass dich drücken

    1. be-my-life

      10. Februar 2017 at 16:44

      Liebe Biene,
      Danke für Deinen Kommentar. Wir freuen uns sehr darüber. Freue mich bald Euch zu sehen 🙂

  • arko Einhorn – süße Schokoladen Geschenkideen – Be-my-life

    16. März 2017 at 12:55

    […] Mama eines 1,5 Jahre alten Sohnes nicht einfach gewesen. Anfang des Jahres waren wir sehr lange im Krankenhaus gewesen und auch jetzt kehrt keine Ruhe ein. Immer wieder werden uns Steine in den Weg gelegt und […]

  • Kitaplatz und Kindergarten Eingewöhnung mit Tücken | Erfahrungsbericht – Be-my-life

    28. Mai 2017 at 8:27

    […] kam der Schlag. Wir mussten für einige Wochen in das Krankenhaus und die abgeschlossene Eingewöhnung war hin. Denn nachdem wir aus dem Krankenhaus wieder raus […]

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